Slow Sex bezeichnet eine bewusste, entschleunigte Art von Sexualität. Im Mittelpunkt steht nicht, möglichst schnell zum Orgasmus zu kommen, sondern Berührung, Nähe, Körperwahrnehmung und Genuss intensiver wahrzunehmen.
Dabei geht es zum Beispiel darum, sich Zeit zu lassen, den eigenen Körper und den des Gegenübers aufmerksam wahrzunehmen, verschiedene Berührungen auszuprobieren, diese auch zu genießen und nicht ständig darauf zu warten, was als Nächstes passiert. Auch Pausen, langsame Bewegungen und bewusste Atmung können dazugehören.
Die Praktik muss dabei nicht zwangsläufig besonders romantisch oder auf eine bestimmte sexuelle Praktik ausgerichtet sein. Es geht eher um eine achtsame Haltung zur Sexualität: weniger Leistungsdruck, mehr Wahrnehmung.
Slow Sex kann auch allein stattfinden, etwa als bewusste Form der sexuellen Selbstliebe und Körperwahrnehmung.
