Ein Tabu ist ein gesellschaftliches oder persönliches Verbot bzw. eine Grenze, über die man entweder nicht nicht spricht oder die man nicht überschreitet.
Der Begriff „tabu“ stammt aus den polynesischen Sprachen und entwickelte sich aus dem Wort „tapu“. Dieses wurde durch den britischen Seefahrer James Cook im 18. Jahrhundert nach Europa gebracht, als er den Pazifik bereiste. In den ursprünglichen Kulturen bedeutete „tapu“ so viel wie heilig, unberührbar, verboten. Es bezeichnete Dinge, Orte oder Handlungen, die aus religiösen oder gesellschaftlichen Gründen nicht berührt oder ausgeführt werden durften.
Im sexuellen Kontext – besonders im BDSM – bedeutet ein Tabu nicht einfach „verboten“, sondern eher eine klare persönliche Grenze, die nicht überschritten werden darf.
Was ist ein Tabu im BDSM?
Ein Tabu ist alles, was eine Person definitiv nicht möchte – unabhängig von Situation, Lust oder Dynamik. Diese Grenzen werden vorher klar kommuniziert und sind verbindlich.
Warum sind Tabus so wichtig?
Gerade weil BDSM oft mit Macht, Kontrolle oder intensiven Reizen spielt, sind Vertrauen und Sicherheit zentral. Tabus sorgen dafür, dass:
- sich alle Beteiligten sicher fühlen
- niemand über eigene Grenzen hinausgeht
- das Spiel bewusst und respektvoll bleibt
Ein wichtiger Bestandteil im Umgang mit Tabus ist die offene Kommunikation vorab sowie die Verwendung eines Safewords, um das Spiel sofort zu stoppen, falls eine Grenze erreicht wird.
Ohne klar definierte Tabus funktioniert BDSM im Grunde nicht verantwortungsvoll. Obwohl das Spiel mit dem Reiz des „Verbotenen“ für viele eine besondere Anziehung hat, gilt: Echte Tabus bleiben immer bestehen und sind kein Teil des Spiels.